Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
J.F. AMONN GmbH

Was sollten Sie wissen, bevor Sie mit dem Verlegen beginnen?

Allgemeine Informationen

Bevor Sie mit dem Verlegen des Parketts beginnen, müssen Sie die Holzart, den Untergrund und die diversen Maßnahmen kennen, die ein Ergebnis nach allen Regeln der Kunst garantieren.
 
 

Holz. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Holzböden: Massivparkett und Kernholzparkett, die aus einer einzigen Holzart bestehen, und Mehrschichtparkett, eine Mischung verschiedener Holzarten, wobei der edlere, sichtbare Teil verschiedene Stärken besitzen kann. Die ersten beiden werden mit und ohne Nut-Feder-Verbindung angeboten. Bei der Verwendung eines Systems ohne Nut und Feder muss der Holzboden auf dem Untergrund verleimt werden, im anderen Fall hat man die Wahl nur die Nut-Feder-Verbindung oder nur die Dielen am Untergrund oder beides zu verkleben, um maximale Stabilität zu erhalten. Das Mehrschichtparkett hingegen wird häufig auch schwimmend verlegt. Um aber die Geräuschentwicklung zu reduzieren sowie bei Fußbodenheizungen ist es besser, den Bodenbelag zu verkleben, was auch die Wärmeleitfähigkeit verbessert.

Untergrund.
Entscheidet man sich für das Verlegen mit Verklebung, so ist es für die ordnungsgemäße Verarbeitung wichtig, dass man den Untergrund, d.h. den Estrich, untersucht hat. Er muss trocken, sauber, frei von Rissen, kompakt, mechanisch stabil, oberflächlich ausreichend glatt und eben sein.

  • Feuchtigkeit: Dank neuester Techniken gibt es neben dem herkömmlichen Estrich aus einer Mischung aus Sand, Wasser und Zement zwei weitere Estricharten: der Anhydritestrich aus einem Gemisch aus Wasser und Calciumsulfat und der schnell trocknende Estrich, der aus Zement und zugesetzten, die Trocknung fördernden, hydraulischen Bindemitteln besteht. Letztere Estrichart kommt mehr und mehr zum Einsatz. Bei dieser Art Untergrund ist die Kontrolle der Restfeuchte besonders wichtig, da die bereits kurzen Verarbeitungszeiten zuweilen dazu verleiten, derart zu beschleunigen, dass die Mindestzeiten unterschritten werden. Wenn überdies das Phänomen des „Bleeding“ (Ausschwitzen des Zementestrichs) auftritt, das häufig auf zu viel Wasser in der Masse oder eine zu starke Benetzung während der Endbeschichtung zurückzuführen ist, muss man den Estrich mechanisch entfernen. Wenn die Restfeuchte nicht den Vorgaben entspricht sowie bei Bleeding besteht die Gefahr, dass sich das Parkett löst, weil das Holz die Feuchtigkeit aufnimmt und sich infolgedessen bewegt. Um die Trocknungszeiten zu verkürzen, kann man die Estrichoberfläche abschleifen, um so die Poren zu öffnen. Dadurch wird die Verdunstung von überschüssigem Wasser begünstigt. Eine weitere Hilfe können Luftentfeuchter und das Beheizen der Räume sein. Die Verwendung von geeigneten isolierenden Primern (z.B. Stufex PR 91, Stufex PR 92) ermöglicht die Verleimung auch bei hoher Feuchtigkeit und die Minimierung des Risikos. Bei fortwährend aufsteigender Feuchtigkeit aus dem Untergrund ist es jedoch nicht möglich, einen Holzboden zu verlegen. (Siehe Tabelle für die ideale Verarbeitungsfeuchte).
  • Messsysteme: Für das Erfassen der Restfeuchte im Untergrund gibt es Geräte, die oberflächlich messen, und Geräte, die in der Tiefe messen. Die oberflächlich messenden Geräte (Typ Aquaboy) nutzen die elektrische Leitfähigkeit des Wassers, um den Prozentsatz der Restfeuchte zu bestimmen, liefern aber vor allem beim herkömmlichen Estrich keine besonders zuverlässigen Werte. In der Tiefe messende Geräte hingegen liefern viel zuverlässigere Ergebnisse, erfordern aber das Anbohren des Estrichs mit dem Risiko, darunter verlegte Rohre und/oder Kabel zu beschädigen.
  • Konsistenz: Bevor mit dem Verlkleben fortgefahren wird, ist sicherzustellen, dass der Estrich fest, zusammenhängend und nicht staubend sowie frei von anderen Verarbeitungsstäuben ist. Der oberflächliche Staub auf Schnelltrocknende-Untergründen der neuen Generation kann auch von einer luftzugbedingten, zu schnellen Trocknung verursacht werden. Folglich ist es ratsam, den Untergrund nach dem Montieren der Fenster zu verlegen. Bei Zweifeln hinsichtlich der Kohäsion des Estrichs kann die Verwendung eines geeigneten Primers (z.B. Stufex PR 99, Stufex PR 100) das Haftvermögen erheblich verbessern.
  • Fußbodenheizung: Dank einer gleichmäßigeren Verteilung der Temperatur in der Wohnung und dank des geringeren Energieverbrauchs sind im Untergrund verlegte Fußbodenheizungen heutzutage weitverbreitet. Auch Holz, obgleich es ein isolierender Baustoff ist, kann auf einer Fußbodenheizung verlegt werden, sofern man geeignete Materialstärken verwendet. Hierbei ist die Verklebung auf dem Untergrund unentbehrlich – sie garantiert sowohl ein stabiles System als auch eine bessere Temperaturübertragungsleistung. Beim Verkleben auf einer Fußbodenheizung ist es unabdingbar, dass – ohne einem eventuellen Abdichtungsprimer – die maximal zulässigen Feuchtigkeitswerte eingehalten werden. Um das Trocknen des Estrichs zu fördern und die richtige Feuchtigkeit zu erhalten, kann man das Heizsystem phasenweise einschalten.
  • Besondere Untergründe: Es kann passieren, dass ein Holzboden direkt auf Fliesen, Marmor oder gar Metallblechen zu verlegen ist. Auf diesen nicht saugfähigen Untergründen muss ein spezieller Primer verarbeitet werden, der als Haftvermittler dient (z.B. Stufex PR 93) und mit einem Zweikomponentenkleber zu kombinieren ist.
 
Zurück zur Liste