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J.F. AMONN GmbH

Welche Bezugsnormen gibt es?

Die Holzschutznormen sind ein hilfreiches Mittel, um die richtige Methode zu definieren um den geigneten Holzschutz für jeder Gebrauchsklasse zu garantieren.
 
 
Für Europa wurden Normen zur Gewährleistung des richtigen Schutzes von Holzbauten festgelegt. Man spricht von der Wahl der Holzart in Bezug auf seine Dauerhaftigkeit und von konstruktiven sowie chemischen Holzschutz – komplexe Begriffe, aber doch sehr einfache und nützliche Konzepte, die es umzusetzen gilt.

Beim Bau eines Holzwerks sollte man sich immer die Frage stellen, wie man es vor seinen Feinden, wie Brand, biologische Angriffe (Pilze und Insekten) und Witterung (Sonne und Wasser) schützt. Berücksichtigt man bereits in der Bauphase den Holzschutz, so fällt die Wahl gegebenenfalls auf eine resistentere Holzart und Konstruktionssysteme, die einen besseren Holzschutz bieten. Die Norm EN 350-2 ((DIN 68800-1)) klassifiziert und definiert die Dauerhaftigkeit der verschiedenen Hölzer (siehe Tabelle EN 350). Exotische Hölzer, wie beispielsweise Teak, haben eine weit größere natürliche Widerstandskraft als lokale Nadelbaumhölzer, wie Fichte und Kiefer. Aus diesem Grund bestehen Möbel und Bodenbeläge für den Außenbereich zunehmend aus exotischen Hölzern. Als Bauholz hingegen kommen aus wirtschaftlichen Gründen und weil es ein erneuerbarer Rohstoff ist, der in unseren Wäldern wächst, heimische Hölzer mehr zum Einsatz, obwohl sie mehr Schutzmaßnahmen benötigen. Das Berücksichtigen dieser Aspekte führt zu den passenden konstruktiven Entscheidungen (DIN 68800-2 – konstruktiever Bauschutz), wie zum Beispiel die Planung von weit hervorstehenden Überdachungen und die Vermeidung von Wasseransammlungen (den sogenannten Wasserfallen).
Wenn die Wahl des Holzes und der konstruktive Schutz nicht ausreichend sein sollten, sind im Sinne der richtigen Wahlkriterien chemische Schutzsysteme einzusetzen. Die Norm EN 335-1 (DIN 68800-3 chemischer Holzschutz) definiert die diversen Gebrauchsklassen für Holz und die jeweilige zu wählende Schutzbehandlung. Es gibt vielerlei verschiedene Situationen. Das Holz kann sich in einem Innenbereich mit kontrollierter Temperatur und Feuchtigkeit oder in Situationen mit höherer Feuchtigkeit befinden, im Außenbereich der Witterung oder sogar dem direkten Erd- und Wasserkontakt ausgesetzt sein eventuell sogar im Wasser stehen. Es ist klar, dass für jede Situation das Risiko zunimmt und die Schutzmaßnahme diesem folgen muss. Der chemische Schutz, der durch das oberflächliche Verarbeiten von Holzschutzmitteln erzielt wird (Oberflächentechnik) – mittels Streichen, Spritzen oder Geräten, die nur eine begrenzte Imprägniertiefe ermöglichen –, beschränkt sich auf die Gebrauchsklasse 3.2, die alle Bauten, inbegriffen derjenigen im Außenbereich, aber ohne ständigen Erd- und Wasserkontakt betrifft, und die niedrigeren Gebrauchsklassen. Für diese Bauten können die geforderten Schutzmaßnahmen gegen Pilze, Insekten und gegen Witterung gerichtet sein (siehe Tabelle der Gebrauchsklassen).
Die Norm EN 599-1 definiert die Prüfungen, die ein Schutzmittel für die verschiedenen Gebrauchsklassen durchlaufen muss. Ein Beispiel: Wenn für einen Bau im Außenbereich, der sich aber unter Dach befindet, sowohl der Schutz gegen Pilz- wie gegen Insektenbefall gefordert ist, muss das verwendete Produkt die europäischen jeweiligen Einzelprüfungen bestanden haben. In der Norm EN 599-1 sind die jeweiligen Prüfungen aufgelistet.
Die Wahl wird einfacher sein, sobald alle Produkte gemäß der Biozid-Richtlinie registriert sein werden. Diese Richtlinie wurde von der Europäischen Union gewählt, um die auf dem Markt bereitgestellten Wirkstoffe zu kontrollieren, sie prüft aber zugleich auch deren Wirksamkeit. Wenn also ein Produkt nach der Biozid-Richtlinie registriert wurde, so heißt das automatisch, dass es alle in der Norm EN 599-1 aufgeführten Prüfungen bestanden hat. Folglich genügt es, das technische Merkblatt des Produkts zu lesen, darin nachzusehen, ob es registriert wurde, und die aufgeführten Schutzeigenschaften in Erfahrung zu bringen. Wenn diese der vorgesehenen Gebrauchsklasse entsprechen, kann man sich darauf verlassen, dass der normgerechte Schutz gegeben ist.
 
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