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J.F. AMONN GmbH

Wie sind die Vorschriften?

Der Beitrag der Schutzbeschichtung zur Verbesserung der Feuerwiderstandsfähigkeit eines Strukturelements kann durch analytische Berechnungen, tabellarische Vergleiche und/oder experimentelle Prüfungen bestimmt werden.
Die reaktiven Lacke der Marke Amotherm wurden den strengen Tests unterzogen, die von der europäischen Gesetzgebung vorgesehen sind und der eindeutigen Klassifizierung ihrer Leistungen und Wirksamkeit dienen.
 
Für Stahl- und Stahlbetonverbundkonstruktionen erfolgt die analytische Bewertung nur im Einklang mit den von den Eurocodes EN1991-1-2, EN1993-1-2 und EN1994-1-2 vorgesehenen Kriterien. Für passive Schutzsysteme mit pastösen Putzen oder Platten kann die Bewertung anhand Berechnungen mit fortgeschrittenen oder vereinfachten Methoden erfolgen. Voraussetzung dafür ist, dass die Werte der thermischen Eigenschaften der Baustoffe (λ) (Dichte, spezifische Wärme und Leitfähigkeitskoeffizient) verwendet werden, die dem vorgesehenen experimentellen Verfahren zu entnehmen sind. Zu beachten ist, dass diese Möglichkeit nicht für die reaktiven Schutzsysteme (Dämmschichtbildner) vorgesehen ist – diese dürfen ausschließlich durch das experimentelle Bewertungsverfahren bemessen werden.
Die Bewertung durch tabellarische Vergleiche ermöglicht die Bemessung der Schutzschichtdicke in Abhängigkeit zum Werkstofftyp, zur Feuerwiderstandsklasse und zum Profilfaktor des Stahlelements. Sollte die tabellarische Methode anwendbar sein, muss kontrolliert werden, dass die zu schützenden Elemente genau den Angaben der einschlägigen Tabellen entsprechen.
Die oben genannten Tabellen können nur dann für die Klassifizierung der Feuerwiderstandsfähigkeit benutzt werden, wenn der Hersteller, beruhend auf angemessenen Versuchserfahrungen, in eigener Verantwortung erklärt, dass das Produkt die angegebenen Leistungen garantiert. Darüber hinaus muss der Hersteller bescheinigen, dass das Produkt die notwendige Adhäsion und Kohäsion für die Zeit aufweist, die der geforderten Feuerwiderstandsklasse entspricht. Diese Bescheinigung muss auch die Hinweise bezüglich der Verarbeitungs- und Installationsaufbauten enthalten. Diese Methode kann bei reaktiven Systemen nicht angewendet werden, aufgrund der erheblichen Leistungsschwankungen im physikalisch-chemische Phänomen, das sich bei der direkten Beflammung bildet.
Die Bewertung mittels experimenteller Untersuchungen der Schutzsysteme für Stahlkonstruktionen, basiert auf Laborprüfungen im Sinne der Vorgaben der Norm EN 13501-2.
Für die brandhemmenden Beschichtungen verweist diese Norm auf die Normen EN 13381-4 bzw. EN 13381-8: „Prüfverfahren zur Bestimmung des Beitrages zum Feuerwiderstand von tragenden Bauteilen. Teil 4 oder 8: Reaktive Beschichtungen von Stahlbauteilen“. Einige Länder der Eurozone fordern den Teil 4, andere den Teil 8, der in jedem Fall eine unverzichtbare Grundlage für die CE-Kennzeichnung und das European Technical Assessment ETA darstellt. Die experimentelle Untersuchung von reaktiven Beschichtungen umfasst eine lange Testreihe, bei der verschiedene Stahlelemente einem genormten Brand unterzogen werden, um die Wirksamkeit des aufgetragenen Schutzsystems betreffs Dauer, Haftung sowie verschiedener anderer Parameter zu überprüfen. Die Interpolation der Ergebnisse aller Tests ermöglicht die Erarbeitung des sogenannten Assessments, das für unterschiedliche Profilfaktoren und unterschiedliche kritische Temperaturen die jeweiligen Schichtstärken der Schutzbeschichtung für die verschiedenen geforderten Widerstände angibt.
 
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