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J.F. AMONN GmbH

Wie sind die Vorschriften?

 

Die Werte zur Bestimmung der Brandverhaltensklasse werden im Sinne der Normen durch Laborprüfungen ermittelt, welche die Wiederholbarkeit garantieren müssen. Die Normen legen das Brandmodell, die Gerätschaft, die Verfahren und die Vorgehensweisen der Prüfungen fest. Die Norm definiert die Kriterien für die Zuordnung der Klasse basierend auf den Prüfungsergebnissen.
Die EU-Norm EN 13501-1 regelt die Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten. Die Bestimmung der Brandverhaltensklasse erfolgt im Sinne der Norm EN 13823:2002 durch den sogenannten SBI-Test „Single Burning Item“ (auf Deutsch, einzelner brennender Gegenstand), der für alle Bauprodukte ausgenommen der Bodenbeläge, angewendet wird. Für Bodenbeläge hingegen gilt die Norm EN ISO 9239-1:2002. Sie beschreibt die diesbezüglichen Prüfungen, die eine Beanspruchung mit einem Wärmestrahler vorsehen (Burning behaviour of floorings, using a radiant heat source). In diesem Fall werden die Baustoffe nach den Euroklassen A1, A2, B, …, F klassifiziert. Die als A1 eingestuften Baustoffe sind nicht brennbar und die Baustoffe der Klassen A2, B, C, D, E, F sind zunehmend brennbar. Die europäische Klassifizierung umfasst auch die Prüfung auf Rauchentwicklung, Abtropfen sowie andere Parameter, die in der Definition der Brandverhaltensklasse mit bestimmten Abkürzungen geführt werden, zum Beispiel: B-s1, d0, wobei s für smoke (Rauch) steht und d für drops (Tropfen). Die zusätzliche Klassifizierung reicht von 0 (keine) bis 3 (hoch).

Obgleich es eine europäische Klassifizierung gibt, ist in Italien nach wie vor die nationale Zulassung laut Ministerialdekret vom 6. März 1992 erforderlich. Nur das Innenministerium ist berechtigt, die Prüfungen zur Zulassung im Sinne dieser Norm durchzuführen. Die so geprüften Lackprodukte gelten als wirksam, sofern sie die Verarbeitungsbeschränkungen laut UNI 9796 einhalten.

Nur für die Baustoffe, die einer europäischen Produktnorm und folglich der CE-Kennzeichnungspflicht unterliegen (dauerhaft in einem Gebäude einbaute Bauelemente), besteht keine Pflicht der nationalen Zulassung. Eine genaue Gegenüberstellung der italienischen und europäischen Klassen ist nicht möglich, da die Bewertungsmethoden und -kriterien komplett anders sind. Mit dem ital. Ministerialdekret vom 15. März 2005 wurde aber eine Tabelle eingeführt, welche die italienischen Klassen mit den europäischen vergleicht, um den innereuropäischen Austausch von Baustoffen, die nach den unterschiedlichen örtlichen Normen zertifiziert wurden, zu ermöglichen.
Zur Vergleichstabelle


Die Werte zur Bestimmung des Beitrags zum Feuerwiderstand werden im Sinne der Normen durch Laborprüfungen ermittelt, welche die Wiederholbarkeit garantieren müssen.
Auch in diesem Fall legen die Normen das Brandmodell, die Gerätschaft, die Verfahren und die Vorgehensweisen der Prüfungen und die Kriterien für die Produktqualifizierung fest.
Die einschlägige europäische Norm ist die UNI ENV 13381-7: 2002 (Prüfverfahren zur Bestimmung des Beitrags zum Feuerwiderstand von tragenden Bauteilen - Brandschutzmaßnahmen für Holzbauteile). Mit diesem Verfahren können die Leistungen einer reaktiven Beschichtung anhand einer komplexen Testreihe überprüft werden, deren Ergebnisse im Evaluierungsbericht (Assessment) zusammengefasst werden. Dieser Bericht unterteilt die verschiedenen Grade der Verbesserung der Abbrandrate nach Feuerwiderstandsklassen und aufgetragener Lackmenge.

 
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