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Amonn Color GmbH

Wie entsteht ein reaktives Schutzsystem auf Bauteilen aus Beton/Ziegel, Beton, Stahlbeton und Spannbeton?

Bauten aus Beton/Ziegel, Beton, Stahl- oder Spannbeton unterliegen selten mechanischen Angriffen, können aber klimatischen Angriffen ausgesetzt sein. Folglich ist es sehr wichtig, dass der Anstrichaufbau – von der Grundierung bis zur Endbeschichtung – ordnungsgemäß erfolgt, sodass die Wirksamkeit des Schutzsystems im Brandfall gewährleistet ist.
Der Anstrichaufbau besteht aus verschiedenen Phasen:
  • Vorbereitung des Untergrunds
  • Haftvermittlung
  • Brandschutzbehandlung
  • Endbeschichtung
Die Vorbereitung des Untergrunds und die Behandlung für die Haftvermittlung.
Die vorzubereitenden Oberflächen können unterschiedlicher Art und in unterschiedlichen Erhaltungszuständen sein und daher verschiedenartige Vorbereitungen fordern. Es ist notwendig den allgemeinen Zustand der Struktur zu überprüfen, deren Festigkeit, das Vorhandensein von Verunreinigungen und Trennmittel, Wasserdampfemissionen, chemischen Angriff, etc .. Und vor allem prüfen, dass die Feuchtigkeit des Untergrundes innerhalb der Parameter liegt, die für dieses Bauelement festgelegt sind. Je nach Untergrundtyp variiert die Vorbereitung des Untergrunds, genauer:
  • Auf einer neuen Oberfläche ist zu prüfen, dass sie frei von Verunreinigungen ist und eine gute Festigkeit aufweist. Verunreinigungen müssen gegebenenfalls akkurat entfernt werden. Bei staubenden Oberflächen ist ein Haftvermittler einzusetzen. Ferner ist der Alkalitätsgrad des Untergrunds zu prüfen und ob dieser Wasser oder lösliche Salze enthält, welche Ausblühungen hervorrufen würden. Amonn bietet Amotherm Brick Primer WB, eine fixierende 1-Komponenten-Acrylgrundierung, und empfiehlt die Verwendung auch dann, wenn die Oberfläche anscheinend in einem sehr guten Zustand ist.
  • Bereits beschichtete Bauten müssen sorgfältig gereinigt und von allen Farbresten, die nicht perfekt am Untergrund anhaften, befreit werden. Am wirkungsvollsten ist hierfür das Niederdrucksandstrahlen (Sand Washing). Alternativ dazu können alte sich lösende Lackschichten, Schmutz, Staub und diverse Rückstände durch kräftiges Bürsten entfernt werden. Insbesondere ist es notwendig, dass abbröckelnde oder unzusammenhängende Stäube und Materialien entfernen werden, da diese alle Verunreinigungen und die Reaktionsprodukte aufgenommen haben, die sich infolge der langen Einwirkung der verschiedenen aggressiven Stoffe gebildet haben. Für den Fall, dass die Metallbewehrung an einigen Stellen ihre Betondeckung verloren hat und es Anzeichen für eine Verschlechterung der Bewehrungen gibt, wird eine Passivierung dieser notwendig sein. Bei diesem Verfahren werden zunächst alle losen Zementteile, Rost und Schmutz im Allgemeinen vom Metallelement entfernt und dann das oxidierte Eisen in seinen einwandfreien Zustand zurückversetzt. Nach der Vorbereitungsphase erfolgt die echte Passivierung und somit die Behandlung mit dem entsprechenden Produkt, das einen passivierenden Film bildet, der den Kontakt zwischen der feuchten Luft und dem Stahl und somit Korrosion verhindert. Amonn empfiehlt Amotherm Steel Primer Epoxi SB. Nach der Passivierung wird erneut Beton aufgetragen und die ursprüngliche Geometrie des Elements wiederhergestellt. Für bestes Gelingen sollte man immer versuchen, die alten Farbschichten zu entfernen und eine geeigneten Haftgrund verarbeiten. Amonn empfiehlt Amotherm Brick Primer WB.
  • Bei einer direkten Verarbeitung auf dem unverputzten Ziegel muss die Oberfläche auf Verunreinigungen untersucht werden, die gegebenenfalls mittels sorgfältiger Reinigung zu entfernen sind. Anschließend muss ein Haftgrund aufgetragen werden. Amonn empfiehlt Amotherm Brick Primer WB, die fixierende 1-Komponenten-Acrylgrundierung.
Die Brandschutzbehandlung.
Nach der Vorbereitung kann die Brandschutzbehandlung mittels Spritzen, Streichen oder Rollen erfolgen. Der Auftrag von reaktiven/dämmschichtbildenden Systemen darf absolut nur bei einer ordnungsgemäß vorbereiteten und kompatiblen Oberfläche erfolgen. Es wird nahegelegt, das Schutzprodukt nicht unter ungünstigen Umgebungsbedingungen aufzutragen und genauestens die technischen Daten des Herstellers zu beachten. Die erforderliche Schichtstärke für die geforderte Schutzleistung wird mit mehreren Auftragsphasen erreicht, wobei die genannten Intervallzeiten zu befolgen sind. In der Verarbeitungsphase kann die aufgetragene Schichtstärke mit einem Nassfilmmikrometer kontrolliert werden. Ist das Produkt bereits trocken, kann die Stärke mit einem digitalen Ultraschallmikrometer gemessen werden. Die Messphasen erfordern eine besondere Achtsamkeit. Wenn alte Farbschichten vorhanden sind, kann das Gerät die verschiedenen Schichten nicht unterscheiden und daher falsche Werte erheben. In diesem Fall hilft eine digitale Messung vor und nach der Behandlung, wobei die existierenden Schichtstärken vom Endergebnis abgezogen werden.

Die Endbeschichtung.
Sollte der Anstrichaufbau unter ungünstigen Umgebungsbedingungen, in feuchten Innenräumen, mit gelegentlichem Wasservorkommen oder im überdachten Außenbereich (Dach) aufgetragen werden, muss eine spezifische Endbeschichtung vorgesehen werden. Diese wird auch für einfache ästhetische Gründe eingesetzt, wenn eine farbige Endbeschichtung gewünscht ist. Amonn empfiehlt Amotherm Brick Top WB, eine wasserbasierte Endbeschichtung, welche das dämmbildende System vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt und dem aufgebrachten Film Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und Wasser gibt.
Wir erinnern daran, dass die dämmschichtbildenden Beschichtungen für Beton/Ziegel, Beton, Stahl- und Spannbeton nicht in Außenbereichen oder in jedem Fall nicht bei möglichem wiederholten und langen Kontakt mit Wasser und überall dort, wo Feuchtigkeit aufsteigen kann, wie bei nicht perfekt isolierten Wänden mit Erdkontakt, aufgetragen werden können.
 
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