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J.F. AMONN GmbH

Wie entsteht ein Lackschutzsystem auf Holz?

Holz ist eine komplexe Materie. Es erfordert angemessene Fachkenntnisse und eine gute Untergrundvorbereitung vor der Beschichtung, damit ein langer Halt und die Wirksamkeit des Schutzsystems im Brandfall gewährleistet sind.
 

Der Anstrichaufbau besteht aus verschiedenen Phasen:

  • Vorbereitung des Untergrunds
  • Brandschutzbehandlung
  • Endbeschichtung (sofern vorgesehen)

Die Vorbereitung des Untergrunds.
Als erstes erfolgt eine Inspektion der Bauwerke und des anschließend mittels dämmschichtbildender Anstrichaufbauten gegen Brand zu schützenden Abschnitts. Zu prüfen ist der Allgemeinzustand des Bauwerks, seine Festigkeit, eventuelle Verunreinigungen und Wasserdampfemissionen, anliegende chemische Beanspruchungen usw..
Je nach Untergrundtyp variiert die Vorbereitung des Untergrundes, genauer:

  • Bauten aus neuem Rohholz müssen von allen Verunreinigungen befreit werden und insbesondere Bauten aus exotischen Hölzern müssen mit Nitro-Verdünner oder Aceton gereinigt werden, um Harze zu entfernen. Eine besondere Beachtung gilt der Holzfeuchte, die nicht zu sehr von den 12% (optimaler Wert für Beschichtungsarbeiten) abweichen sollte, und der Rauheit der zu behandelnden Oberfläche. Für eine optimale optische Anmutung ist es ratsam, den Lack auf gehobelte und geschliffene (Körnung 180) Holzoberflächen aufzutragen.
  • Bereits lackierte Holzbauten müssen sorgfältig abgeschliffen und von allen Lackresten, die nicht perfekt am Untergrund anhaften, befreit werden. Nur wenn der alte Lack nicht vollständig entfernt werden kann, müssen eine chemische Eignungsprüfung und ein Haftungstest durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass eine einwandfreie Haftung der Schichten, Grundvoraussetzung für das Brandverhalten, gewährleistet ist.

Die Brandschutzbehandlung.
Die Bestimmung der Mengen des Dämmschichtbildners, die auf die jeweiligen Elemente aufzutragen sind, basiert auf:

  • der vorgesehenen Reaktionsklasse oder Feuerwiderstandsfähigkeit
  • dem Querschnitt der einzelnen Elemente (nur für den Feuerwiderstand)
  • der verwendeten Holzart (nur für den Feuerwiderstand)
  • den Lastbedingungen (nur für den Feuerwiderstand)
  • den Brandbeanspruchungen (nur für den Feuerwiderstand)

Die Brandschutzbehandlung kann mittels Spritzen, Streichen oder Rollen erfolgen. Der Auftrag von reaktiven/dämmschichtbildenden Systemen darf absolut nur bei einer ordnungsgemäß vorbereiteten und kompatiblen Oberfläche erfolgen. Es wird nahegelegt, das Schutzprodukt nicht unter ungünstigen Umgebungsbedingungen aufzutragen und genauestens die technischen Daten des Produkts zu beachten. Die erforderliche Beschichtungsstärke für die geforderte Schutzleistung wird mit mehreren Auftragsphasen erreicht, wobei die genannten Intervallzeiten zu befolgen sind. Es ist zu beachten, dass die Schichtstärkenmessung auf Holz schwieriger ist als auf anderen Baustoffen, weil Holz von Natur her einen Produktanteil aufnimmt, der somit nicht genau gemessen werden kann. Demzufolge ist es sehr wichtig, die Auftragsmenge unter Berücksichtigung des Materialschwunds im Vorhinein zu berechnen und sicherzustellen, dass das gesamte Material aufgebracht wird.
Merke: Transparente Schutzlacke für Holz können während der Verarbeitung mit hohen Luftfeuchten reagieren. An dieser Stelle möchten wir betonen, wie wichtig es ist, die technischen Hinweise zu befolgen, um Ausbleichung und Ablösung zu vermeiden.

Die Endbeschichtung. Einige Schutzsysteme beinhalten im zertifizierten Anstrichaufbau eine Endbeschichtung, um die dauerhafte Wirksamkeit zu garantieren. Andere Systeme erfordern, wenn der Anstrich nicht in Innenbereichen erfolgt oder wenn eine farbige Oberfläche gewünscht ist, eine spezifische schützende Endbeschichtung oder die Systemausführung für Außenbereiche. Beachten Sie die technische Dokumentation Ihrer Produktwahl.

 
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