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J.F. AMONN GmbH

Wie baut sich ein reaktives Schutzsystem auf Mauerwerk auf?

Innenwände aus Mauerwerk sind keiner besonderen klimatischen oder mechanischen Beanspruchung ausgesetzt. Für das korrekte Brandschutzsystem sind folglich vor allem die Ästhetik und das Haftvermögen zu berücksichtigen, aber auch die leichte Verarbeitung und die Integration mit den bestehenden technischen Anlagen sind wichtige Aspekte.

Der Anstrichaufbau besteht aus verschiedenen Phasen:

  • Vorbereitung des Untergrunds
  • Haftvermittlung
  • Brandschutzbehandlung
  • Endbeschichtung

Die Vorbereitung des Untergrunds und die Behandlung für die Haftvermittlung.
Die vorzubereitenden Oberflächen können unterschiedlicher Art und in unterschiedlichen Erhaltungszuständen sein und daher verschiedenartige Vorbereitungen fordern.
Als erstes erfolgt eine sorgfältige Inspektion des Mauerwerks und des gegen Brand zu schützenden Abschnitts. Zu prüfen ist der Allgemeinzustand des Mauerwerks, seine Festigkeit, eventuelle Verunreinigungen und Wasserdampfemissionen, anliegende chemische Beanspruchungen usw., aber vor allem ist sicherzustellen, dass die Untergrundfeuchtigkeit innerhalb der für den Wandtyp vorgesehenen Werte liegt. Je nach Untergrundtyp variiert die Vorbereitung des Untergrunds, genauer:
  • Eine neue Oberfläche muss auf etwaige Verunreinigungen untersucht werden, die gegebenenfalls akkurat zu entfernen sind. Überdies ist die Festigkeit des Verputzes zu überprüfen. Sollte die Oberfläche staubend sein, muss ein Haftvermittler verwendet werden. Amonn bietet Amotherm Brick Primer WB, eine fixierende 1-Komponenten-Acrylgrundierung, und empfiehlt die Verwendung auch dann, wenn die Oberfläche anscheinend in einem sehr guten Zustand ist.
  • Bei einer alten Oberfläche hingegen ist vor allem auf die Rückstände von vorherigen Anstrichen, Veränderungen und Verunreinigungen zu achten. Demzufolge müssen eventuelle nicht perfekt anhaftende Schichten entfernt und die Eignung für das reaktive System überprüft werden. Für bestes Gelingen sollte man immer versuchen, die alten Farbschichten zu entfernen und einen geeigneten Haftgrund verarbeiten. Amonn empfiehlt Amotherm Brick Primer WB.
  • Bei einer direkten Verarbeitung auf dem unverputzten Mauerwerk muss die Oberfläche auf Verunreinigungen untersucht werden, die gegebenenfalls mittels sorgfältiger Reinigung zu entfernen sind. Anschließend muss ein Haftgrund aufgetragen werden. Amonn empfiehlt Amotherm Brick Primer WB, die fixierende 1-Komponenten-Acrylgrundierung

 

Die Brandschutzbehandlung.
Nach der Vorbereitung kann die Brandschutzbehandlung mittels Spritzen, Streichen oder Rollen erfolgen. Der Auftrag von reaktiven/dämmschichtbildenden Systemen darf absolut nur bei einer ordnungsgemäß vorbereiteten und kompatiblen Oberfläche erfolgen. Es wird nahegelegt, das Schutzprodukt nicht unter ungünstigen Umgebungsbedingungen aufzutragen und genauestens die technischen Daten des Herstellers zu beachten. Die erforderliche Schichtstärke für die geforderte Schutzleistung wird mit mehreren Auftragsphasen erreicht, wobei die genannten Intervallzeiten zu befolgen sind. In der Verarbeitungsphase kann die aufgetragene Schichtstärke mit einem Nassfilmmikrometer kontrolliert werden. Ist das Produkt bereits trocken, kann die Dicke mit einem digitalen Ultraschallmikrometer gemessen werden. Die Messphasen erfordern eine besondere Achtsamkeit. Wenn alte Farbanstriche vorhanden sind, kann das Gerät die verschiedenen Schichten nicht unterscheiden und daher falsche Werte erheben. In diesem Fall hilft eine digitale Messung vor und nach der Behandlung, wobei die existierenden Schichtstärken vom Endergebnis abgezogen werden.

Die Endbeschichtung.
Sollte der Anstrichaufbau unter ungünstigen Umgebungsbedingungen, in feuchten Innenräumen, mit gelegentlichem Wasservorkommen oder im überdachten Außenbereich (Dach) aufgetragen werden, muss eine spezifische Endbeschichtung vorgesehen werden. Diese wird auch für einfache ästhetische Gründe eingesetzt, wenn eine farbige Endbeschichtung gewünscht ist. Amonn empfiehlt Amotherm Brick Top WB, eine wasserbasierte Endbeschichtung, welche das dämmbildende System vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt und dem aufgebrachten Film Beständigkeit gegenüber, Feuchtigkeit und Wasser gibt.
Wir erinnern daran, dass die dämmschichtbildenden Beschichtungen für Mauerwerke nicht in Außenbereichen oder in jedem Fall nicht bei möglichem wiederholten und langen Kontakt mit Wasser und überall dort, wo Feuchtigkeit aufsteigen kann, wie bei nicht perfekt isolierten Wänden mit Erdkontakt, aufgetragen werden können.
 
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